Ein QR-Code allein erfüllt die Pflicht – aber er lässt sich abfotografieren und millionenfach nachdrucken. Wir verbinden den Digital Product Passport mit einem Merkmal, das physikalisch nicht kopierbar ist.
Der Digitale Produktpass – englisch Digital Product Passport, kurz DPP – ist die Antwort der EU auf eine einfache Frage: Was steckt eigentlich in diesem Produkt, wo kommt es her, wie repariert und wie entsorgt man es? Diese Angaben müssen künftig digital abrufbar sein – über einen Datenträger am Produkt selbst.
Rechtlicher Rahmen ist die Ökodesign-Verordnung ESPR (EU) 2024/1781. Sie gilt für nahezu alle physischen Produkte; ausgenommen sind unter anderem Lebensmittel, Futtermittel und Arzneimittel. Konkret wird sie Produktgruppe für Produktgruppe über delegierte Rechtsakte.
Wichtig: Betroffen ist, wer auf dem EU-Markt in Verkehr bringt – unabhängig vom Firmensitz. Für Importeure heißt das, sie tragen die Verantwortung mit.
Jede Produktgruppe bekommt ihren eigenen Rechtsakt und damit ihr eigenes Datum. Die folgende Reihenfolge ergibt sich aus dem ESPR-Arbeitsplan 2025–2030 – die späteren Angaben sind Planungsstände, keine festen Termine.
Batteriepass für Elektrofahrzeug-, Industrie- (über 2 kWh) und LMT-Batterien. Der einzige regulatorisch feststehende Termin.
Erste ESPR-Produktgruppe mit Fokus auf Bekleidung. Rechtsakt in Vorbereitung, danach rund 18 Monate Umsetzungszeit.
Weitere priorisierte Gruppen aus dem Arbeitsplan, gestaffelt über mehrere Jahre.
Als Zwischenprodukte erfasst – relevant für alle, die sie verarbeiten.
Stand: laufende Rechtsetzung. Termine können sich verschieben – wir prüfen für Ihre Produktgruppe den aktuellen Stand.
Ein QR-Code ist ein Verweis, kein Nachweis. Wer ihn abfotografiert und auf gefälschte Ware druckt, führt den Kunden auf Ihre echte Passseite – und bestätigt damit ausgerechnet die Fälschung.
Gedruckte Codes lassen sich in Sekunden duplizieren. Beliebig oft, in beliebiger Auflage.
Der Scan funktioniert, die Daten erscheinen – der Kunde hält die Fälschung für geprüft.
Neben dem Code sitzt ein chaosmetrisches Merkmal, das man sehen, aber nicht nachbauen kann.
Ihre Nachhaltigkeits- und Materialdaten liegen bei Ihnen, in PIM, ERP oder PLM. Was darunter liegt – die eindeutige Identität jedes Stücks und ihr Träger am Produkt – kommt von uns.
QR-Code oder Datamatrix, serialisiert – auf Etikett, Siegel, Folie oder Karte. Standardkonform nach GS1.
Das chaosmetrische Merkmal bindet den Pass an genau dieses eine Stück. Kopierter Code, kopiertes Merkmal – geht nicht.
Serien anlegen, Daten pflegen, per API an Ihre Systeme anbinden. Inhalte sind mehrsprachig ausspielbar.
Eine Adresse, an der Behörde, Handel, Werkstatt und Endkunde jeweils das sehen, was für sie bestimmt ist.
Die Serialisierung – jedem einzelnen Stück eine eigene Identität geben – ist der aufwendige Teil. Der Pass selbst ist danach eine Frage der Daten.
Wer heute aus Gründen des Fälschungsschutzes serialisiert, hat die Grundlage bereits gelegt, wenn die Pflicht kommt. Umgekehrt gilt das nicht: Wer erst kurz vor der Frist anfängt, macht beides gleichzeitig und unter Druck.
Für Wein, Spirituosen und Lebensmittel gilt die ESPR nicht – der Nutzen der eindeutigen Produkt-ID bleibt davon unberührt.
Vier Fragen, 30 Sekunden. Sie bekommen eine Einordnung Ihrer Produktgruppe und der offenen Punkte.
Wir senden Ihnen die Einordnung schriftlich – mit einer Einschätzung, was in Ihrem Fall der sinnvolle erste Schritt ist.
Keine Newsletter-Anmeldung. Wir melden uns einmal – der Rest liegt bei Ihnen.
In einem kurzen Gespräch ordnen wir Ihre Produktgruppe ein und zeigen, wie Pflicht und Fälschungsschutz in einem Aufwasch zu lösen sind.